Bildungsdokumentation und Beobachtung

Beobachtung und Dokumentation dient als Hilfsmittel zur Einschätzung des Kindes in der Tageseinrichtung. Inhalte und Ergebnisse der gemeinsamen Reflexion im Team sind eine wesentliche Grundlage für das weitere pädagogische Handeln.

Um die Individualität, die Vielfältigkeit und Entwicklung Ihres Kindes gezielt beobachten zu können,
einfach und effektiv zu dokumentieren, ist es sinnvoll die Beobachtung schriftlich festzuhalten.
Die Dokumentation der gesamten Persönlichkeit und Entwicklung Ihres Kindes wird stärkenorientiert
geführt und von unseren Mitarbeitern in verschiedenen Fachrichtungen ausgewertet.
Die Bildungsdokumentation fördert die Zusammenarbeit zwischen der Kita und den Eltern und fungiert als wichtige Gesprächsgrundlage für die Entwicklungsgespräche
über Ihr Kind.

Wir praktizieren die Heftdokumentation mit:

– Zeichnungen, Bildern und Arbeitsergebnissen der Kinder
– Fotos aus dem Alltag und verschiedenen Aktionen/ Projekten
– Freie Beobachtung
– Strukturierte Beobachtung
– Auswertung der Ergebnisse kindlicher Arbeiten
– in Form von Portfolio
Die Bildungsdokumentation begleitet Ihr Kind im Verlauf der Kitazeit und wird ihm am Ende mitgegeben.

Alltagsintegrierte Sprachbildung

Motto: Sprache ist der Schlüssel zur Welt -zu unserer äusseren ebenso wie zu der Welt in uns

Sprache ist ein alltägliches, lebendiges, entwicklungsförderliches Kommunikationserlebnis mit Kindern.
Und Sprachbildung von Kindern versteht sich in erster Linie als eine Herausforderung an die hohe
Sprachkompetenz von bildungsorientierten Erwachsenen.
Allzu oft wird vergessen, dass sich eine “ gute Sprachförderung“ niemals als ein “ verschultes Beleh-rungsprogramm/ Sprachkurs mit Schulcharakter“anbieten und durchführen lässt.
Daher stellt sich für uns die nachhaltige Sprachförderung als fester, integrierter Bestandteil der ge-samten pädagogischen Tätigkeit im gesamten Tagesablauf einer Kindertageseinrichtung dar, zumal der Spracherwerb stets in einem beziehungsorientierten, sozialen Kontext geschieht.

• Sprache baut sich dann auf, wenn Kinder einer Sprachsituation eine persönliche Bedeutung beimessen, dem Sprechanlass ein individuell vorhandenes Interesse zuweisen und in dem Sprachgegenstand einen Sinn für eine Lernauseinandersetzung mit sich selbst erkennen können.
• Nur wenn Sprachsituationen in lebendigen Handlungszusammenhängen einbezogen und darüber hinaus gleichzeitig mit gegenwartsorientierten Lebenswirklichkeiten der Kinder verbunden sind, in denen sie selbst Sprechfreude erleben und eigene Deutungen vornehmen können, wird Sprache von Kindern als Zielmedium und ein spannendes Ausdruckmittel angenommen und gerne genutzt.
• Eine“ integrierte Sprachförderung“ geschieht vor allem durch die Merkmale, die Sprache außergewöhnlich stark aktivieren, provozieren, lebendig werden lassen:
– ein alltägliches Miteinander sprechen
– Miteinander singen
– Dialoge lebendig pflegen und gemeinsam auf die Suche nach Antworten gehen
– Kinderaktivitäten sprachlich begleiten
– Geschichten vorlesen und nacherzählen
– Märchen vorlesen und nachspielen
– Geschichten erfinden und aufschreiben
– miteinander spielen und sorgsam aufeinander hören

Motto: “ Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“

Anerkennung und Förderung der Mehrsprachigkeit von Kindern
• Kinder die beim Aufbau ihrer Muttersprache von klein auf angeregt und unterstützt wurden, fällt es leichter eine Zweitsprache zu lernen, weil sie viele Begriffe bereits in der Muttersprache genau kennen und jetzt nur deutsche Entsprechungen dazu lernen müssen.
• Ein Kind das in seiner Muttersprache z.B. die Ausdrücke “ traurig“ und „enttäuscht“ unterscheiden kann, wird auch beim Deutschlernen nach den richtigen Entsprechungen suchen. Das Erlernen der Zweitsprache kann für dieses Kind zum spannenden Ereignis werden.
• Unserer Einrichtung ist es wichtig die Muttersprache anzuerkennen und die Zweitsprache zu fördern. Dies gelingt uns durch:
– Einbindung und Beratung der Eltern
– die Beschäftigung mehrsprachiger pädagogischer Fachkräfte
– die Beschäftigung einer staatlich anerkannten Logopädin, die durch standardisierte Diagnostikverfahren ( Screemik) den Sprachentwicklungsstand der mehrsprachigen Kinder regelmäßig überprüft und dokumentiert
• Für jeden Menschen ist die Muttersprache etwas ganz Besonderes. Es ist die Sprache der engsten, ersten Beziehungen, die Sprache, der wir gelauscht haben noch bevor wir deren Sinn verstehen konnten, die Sprache der ersten Wörter und Sätze, der ersten sozialen Kommunikation.
• Die Muttersprache bleibt das ganze Leben lang ein besonderer Teil der Identität eines jeden Menschens.
• Daher ist es uns als Kindertagesstätte ein wichtiges Anliegen die Muttersprache und die Zweitsprache im alltäglichen Kindergartentagesablauf zu fördern und anzuerkennen. Und evtl. auftretende Sprachentwicklungsstörungen frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln.

%d Bloggern gefällt das: