Partizipation

„Nicht nur für die Kinder handeln, ….

Das Wort Partizipation stammt vom lateinischen Wort „participare“ ab, das heißt „teilnehmen, Anteil haben“. Dabei bedeutet Partizipation nicht die bloße Teilhabe, sondern mitwirken, mitgestalten, mitbestimmen können.
Für uns heißt dieses, dass die Meinungen, Interessen und Wünsche der Kinder in den pädagogischen Alltag mit einbezogen und fünf Prinzipien für die Partizipation von Kindern Berücksichtigung finden.
1.Prinzip der Information: Kinder sollen wissen, worum es geht. Sie können sich nur beteiligen, wenn sie wissen, worum es sich bei der anstehenden Entscheidung handelt. Dabei müssen die Kinder einen Bezug zum Thema haben und ihnen muss klar sein, wie ihre Interessen von dieser Entscheidung betroffen sind. Zusätzlich müssen sie genau wissen, welche Entscheidungsspielräume sie haben und was die Alternativen sind.
2. Prinzip der Transparenz: Die Kinder müssen wissen, wie und wie weit sie sich beteiligen können, das heißt die Strukturen und Prozesse müssen für die Kinder durchschaubar sein. Wichtig dabei sind die gemeinsamen Entscheidungen in wiederkehrenden Settings, wodurch die Kinder bei der Entscheidung Sicherheit entwickeln können.
3. Prinzip der Freiwilligkeit: Man kann nicht zu demokratischen Prozessen gezwungen werden! Die Kinder müssen selbst entscheiden können, ob sie sich beteiligen wollen oder nicht. Zuerst wurde von den Erwachsenen freiwillig entschieden, einen Teil ihrer Macht zugunsten der Kinder aufzugeben; nun entscheiden die Kinder, ob sie sich an den anstehenden Entscheidungen beteiligen wollen/ können oder nicht.
4. Prinzip der Verlässlichkeit: Kinder müssen sich sicher sein, dass Erwachsene sie in diesem Prozess begleiten und sie nicht alleine lassen. Außerdem müssen sich die Kinder darauf verlassen können, dass die Rechte, die ihnen eingeräumt werden, auch beachtet werden. Zusätzlich müssen angekündigte Projekte auch umgesetzt werden. Sollte ein Projekt scheitern, müssen die Gründe dafür transparent gemacht werden.
5. Prinzip der individuellen Begleitung: Es genügt nicht, Kindern das Recht der Beteiligung zuzugestehen, sie müssen auch aktiv unterstützt werden, Beteiligung leben zu können. Wieviel Information und Ansprache in diesem Prozess jedes Kind benötigt ist sehr individuell.

…sondern mit ihnen planen und sich gemeinsam auf den Weg in das „Abenteuer Leben machen.“

%d Bloggern gefällt das: